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Fit für den TÜV – Die häufigsten Mängel an Fahrzeugen

Alle (zwei) Jahre wieder ist es soweit: Die Untersuchung beim TÜV, bzw. die HU steht an. Sollte mal nur eine Birne nicht funktionieren ist das kein Grund zur Sorge und schnell behoben. Wenn allerdings sicherheitsrelevante Bauteile wie beispielsweise die Bremsen nicht ordnungsgemäß greifen, kann man es mit einer neuen Plakette gleich mal vergessen.

Auf was gilt es besonders zu achten? Und was sind die häufigsten Fehler, Defekte und Mängel, die an einem Auto auftreten? Der neue TÜV Report 2018 hat einige altbekannte Fehler aufgedeckt und Daten aus über 9 Millionen Untersuchungen gesammelt. Wir haben im Folgenden die wichtigsten Infos für euch zusammengefasst!

Verschiedene Altersklassen, verschiedene Mängel

Im aktuellen Report gliedert der TÜV die Mängel in verschiedene Klassen ein. Das ist auch sinnvoll, da ältere Fahrzeuge häufiger fehleranfällig sind und andere Defekte aufweisen können.

  • Fahrzeuge bis 3 Jahre nach EZ

Die häufigste Fehlerquelle ist hier das Abblendlicht, welches mit 1,7% Fehlerquote die Liste anführt. Das lässt sich auf die kompliziertere und fortschrittlichere Technik in neueren Fahrzeugen zurückführen. Das bestätigen auch die Beleuchtungen hinten (1,4%) und vorne (1,2%), die Platz 2 bzw. Platz 3 der Rangliste belegen.

Unter 1 Prozent fallen die Bremsscheiben, Ölverluste an Motor & Antrieb, Probleme mit der Achsaufhängung und Federn, sowie die Antriebswellen. Am wenigsten anfällig für Verschleiß und Defekte ist bei Autos unter 3 Jahren die Auspuffanlage.

  • Fahrzeuge 3-5 Jahre nach EZ

Auch wenn ein Wagen bis zu 5 Jahre auf dem Buckel hat ändert sich an den Topplatzierungen der Fehlermängel nur wenig. Bei den untersuchten Autos wurde in dieser Kategorie die hintere Beleuchtung mit 2,9% auf Platz 1 gekürt, dicht gefolgt vom Abblendlicht mit 2,8% und der vorderen Beleuchtung mit 2,3% Fehlerquote.

Die beiden letzten Plätze teilen sich Defekte an der Blinker- und Warnblinkanlage (0,5%).

Auto detaillierte Zeichnung© Depositphotos.com/3DDock
  • Fahrzeuge 5-7 Jahre nach EZ

Je älter ein Fahrzeug, desto höher werden auch die Fehlerquoten daran. 5,9% aller Wagen in dieser Alterskategorie hatten einen Defekt an der hinteren Beleuchtung. Platz belegt das Abblendlicht (4,5%), die vordere Beleuchtung rettet sich auf Platz 3 mit einer 3,8% starken Fehlerquote – jedoch ist ein Ölverlust am Motor mit ebenfalls aufgerundeten 3,8% knapp dahinter in der Liste.

Es folgen Defekte an Federn/Dämpfung (2,7%), der Auspuffanlage (2,4%), den Bremsscheiben (2,3%) und der Achsaufhängung (1,5%). Den letzten Platz teilen sich Blinkerdefekte (0,9%) und Fehler an der Funktion der Feststellbremse (auch 0,9%).

  • Fahrzeuge bis 11 Jahre nach EZ

Ab ca. 7 Jahren erhöht sich die Fehleranfälligkeit für einen Ölverlust an Fahrzeugen (8,9%) deutlich, auch wenn die hintere Beleuchtung mit 9,8% nach wie vor auf Platz 1 liegt. Die Frontbeleuchtung liegt mit 7,4% auf Platz 3, gefolgt vom Abblendlicht (7,1%). Antriebswellen und die Funktion der Handbremse sind mit 2,9% bzw. 2,8% Fehlerquote am wenigstens Thema auf der Mängelliste.

Detaillierte Reifenspur Zeichnung© Depositphotos.com/Fourleaflovers

Sicherheitsniveau dennoch sehr stabil

Es lässt sich feststellen, dass die Beleuchtung das größte Problem aller Fahrzeuge bleibt und der Ölverlust nach einigen weiteren Jahren Zulassung zu einem etwas größeren Problem werden kann.

Die Quoten mögen zwar Aufschlüsse über häufige Defekte geben, jedoch hält sich der insgesamte Prozentsatz in Grenzen, so dass nur 19,9% (Nur 0,2% mehr als noch 2017) aller Fahrzeuge erhebliche Mängel aufweisen. Das ist nach wie vor ein gutes Ergebnis.

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