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Was bringen Sportfedern?

Sportfedern werden immer dann zu einer Alternative, wenn man seinen Wagen tieferlegen will, oder nach einem Federbruch einen Ersatz sucht. Doch was genau ist der Vorteil von Sportfedern und wie können sie ganze Fahrwerke ersetzen?

Was bringen Sportfedern?

Durch die kürzeren Federn entsteht in erster Linie eine Tieferlegung des Fahrzeuges, weshalb diese Art von Federn sehr beliebt in der Tuningszene sind. Jedoch wird auch der Schwerpunkt des Fahrzeuges weiter nach unten verlagert und das Auto verhält sich anders in Kurven und bei starken Brems- und Beschleunigungsvorgängen. Diese Veränderung wird in vielen Erfahrungsberichten als sportlicher beschrieben, da der Wagen bei all diesen Vorgängen eine bessere Bodenhaftung erfährt und dadurch direkter im Ansprechverhalten wird.

Wer sich über den Einbau von Sportfedern interessiert, der sollte sich jedoch auch eventuelle Nachteile vor Augen halten. In erster Linie steht da der Einsatz von Sportfedern im Zusammenspiel mit den Serienstoßdämpfern, denn diese werden vom Automobilhersteller tausende Kilometer getestet und auf die Serienfedern abgestimmt. Dadurch kann es mit einer anderen Feder schneller zum Verschleiß der Stoßdämpfer kommen. Unebene Straßen oder Schlaglöcher können auch zu einem Problem für den Fahrer werden, denn mit Sportfedern sind diese deutlicher zu spüren. Es gilt also abzuwägen, ob Sportlichkeit oder Komfort beim Fahrverhalten im Vordergrund liegen soll.

Sportfedern vs. Sportfahrwerk

Interessiert man sich als Autofahrer für eine Fahrwerksveränderung oder Tieferlegung, steht man oft vor der Frage ob es nur eine Sportfeder, oder ein komplettes Sportfahrwerk werden soll. Bei einer geringen Tieferlegung und moderat sportlicherem Ansprechverhalten des Fahrzeuges kann eine Sportfeder in Kombination mit dem Seriendämpfer eine Alternative zu den teureren Fahrwerken darstellen. Auch wenn das Fahrzeug nur geringfügig tiefergelegt werden soll, ist man mit dem Einsatz einer Sportfeder oftmals gut bedient.

Für einen kompletten Fahrwerksaustausch spricht hingegen eine auf das Fahrzeug abgestimmte Kombination aus Stoßdämpfer und Feder. Die Folge davon ist eine Optimierung der Fahreigenschaften nach eigenen Vorlieben, wie beispielsweise eine Tieferlegung bei gleichem oder nur gering veränderten Fahrkomfort. Eine weitere Möglichkeit sind Luftfahrwerke, sogenannte Airride Systeme, bei denen meist per simplen Knopfdruck die Höhe des Fahrzeuges variabel eingestellt werden kann.

Sportfedern einbauen

Grundsätzlich gilt: Eine Feder kann man selber einbauen und muss nicht zwingend in einer Werkstatt ausgetauscht werden, allerdings gibt es je nach Modell einige spezifische Sachen zu beachten, die sich auf den Wechsel bezogen auch nicht verallgemeinern lassen. Grundsätzlich läuft es beim wechseln aber wie folgt ab:

  • Als erstes wird das Rad abmontiert
  • Die Feder muss entspannt werden, dazu Stoßdämpfer abschrauben
  • Feder entnehmen
  • Gummiteller von alter Feder entnehmen und in neue einlegen
  • Sinnvoll ist an dieser Stelle auch immer die Kontrolle der Verschleißteile wie Leitungen für die Bremsflüssigkeit
  • Neue Feder einlegen, Stoßdämpfer verbauen und Rad montieren

Zusätzlich ist es immer praktischer eine Hebebühne statt eines Wagenhebers oder Aufbockstützen zur Verfügung zu haben.

 


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