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Bild eines Turboladers auf weißem Hintergrund©Depositphotos.com/Pixelery.com

Woran erkennt man einen Defekt beim Turbolader?

Der Turbolader ist in einem Fahrzeug für die Erzeugung von zusätzlicher Power durch Verdichtung der Abgase zuständig. Doch auch bei diesem Bauteil kann es unter Umständen zu Defekten kommen. Wie diese hervorgerufen und erkannt werden können wird in diesem Artikel erörtert.

Wie funktioniert ein Turbolader?

Der Turbolader sorgt durch kontrollierte Nutzung der Abgase für mehr Motorleistung ohne dabei den Kraftstoffverbrauch groß zu erhöhen. Hierfür werden die Abgase vom Zylinder in den Turbo befördert. Diese wiederum treiben durch die thermische Wärme das Turbinenrad im Turbolader und damit auch indirekt das Verdichtungsrad an. Aufgrund dieser Bewegung wird Luft von außen angesaugt und an den Zylinder weitergeleitet, was eine höhere Effizienz und ein höheres Drehmoment zu Folge hat. Meist ist noch ein Ladeluftkühler zwischen Turbo und Motor verbaut, da die Luft ansonsten eine zu hohe Temperatur hätte.

Wie macht sich ein defekter Turbolader bemerkbar?

Es gibt einige Indizien, die auf einen defekten Turbolader schließen können. In erster Linie ist dies natürlich der Verlust von Leistung, da der Turbokompressor ja nicht mehr richtig arbeitet. Doch auch andere Symptome gibt es in diesem Zusammenhang. Bei Geräuschen aller Art aus dem Motorraum wie zum Beispiel Klackern, Pfeifen oder Schleifen ist eine Möglichkeit immer ein verschlissener Turbolader. Außerdem ist eine Verfärbung des Abgases sowie ein Aufheulen immer ein Zeichen für einen Schaden. Sollten Sie einen Turbo-Defekt bei einem Fahrzeug feststellen, sollte umgehend das Fahrzeug abgestellt oder eine Fachwerkstatt aufgesucht werden. Bei einer Weiterfahrt riskiert man oft auch weitere Schäden des Motors in Kauf zu nehmen.

Was kostet ein Turbolader?

Die Kosten für einen Turbolader sind sehr stark modellabhängig. Grundsätzlich gilt, dass die Preise ab ca. 300 Euro beginnen und bis mehrere tausend Euro gehen können. Bei der Reparatur ist der Aufwand natürlich von der Art des Defektes abhängig und auch davon, ob noch andere Teile oder Leitungen davon betroffen sind. Im Durchschnitt lässt sich aber sagen, dass bei dem Austausch eines Turboladers der Einkaufspreis des Laders an sich 30 Prozent des Gesamtpreises ausmachen.

Kann man einen Turbolader schonen?

Grundsätzlich ist es durchaus möglich den Turbolader anhand der Fahrweise zu schonen. Oft wird von dem so genannten „kaltfahren“ gesprochen, das heißt, dass nach einer langen Belastung des Turboladers niemals direkt der Motor ausgeschalten werden sollte. Der Turbolader ist in diesem Fall noch heiß und kann sich nicht mit dem Fahrtwind abkühlen. Nach langen Belastungen sollte also möglichst noch einige wenige Minuten im geringen Drehzahlbereich gefahren werden.

Wichtig ist außerdem das Motoröl zu den empfohlenen Zeitpunkten zu wechseln, da dieses neben dem Schmieren auch eine kühlende Wirkung hat. Sollte bei dem Fahrzeug Chiptuning vorgenommen worden sein ist es auch möglich, dass der Turbolader zu sehr beansprucht wird und dadurch ein hoher Verschleiß erzeugt wird.

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