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Turbolader

Wieso muss man einen Turbolader kaltfahren? Warum geht ein Turbolader defekt?

Generell gilt, dass man einen Turbolader nicht nach jeder Fahrt kaltfahren bzw. abkühlen lassen muss. Lediglich nach längeren Fahrten unter Volllast, also bei hohen Drehzahlen und/oder Vollgas sollte eine kürzere Fahrt unter Teillast eingelegt werden, um den Turbo nicht komplett heiß abzustellen. Dieses Vorgehen ist dabei deutlich effizienter als das Nachlaufenlassen im Stand. Würde man das Fahrzeug nach einer Fahrt unter Volllast unmittelbar abstellen, kann ein Hitzestau im Motorraum entstehen, da der kühlende Fahrtwind ausbleibt. Zudem würde dieses Vorgehen dafür sorgen, dass der Ölkreislauf, der den Turbolader kühlt und schmiert, schlagartig unterbrochen wird und somit kein weiteres Öl zur Kühlung in den Kreislauf gelangen kann. Die Abgasturbine heizt somit das Gehäuse auf, in dem sich die Ölkanäle und die Turboladerwelle befinden, wodurch das Öl bei zu starker Hitzeeinwirkung verkokeln könnte, was zu Ablagerungen führt, die im wiederholten Falle langfristig zu einem Turboschaden durch Verstopfung sorgen kann. Solche Fälle sind in der Regel jedoch die Ausnahme, da die Hersteller hinsichtlich der Konstruktion der Bauteile sowie der verwendeten Materialien stetig Verbesserungen vorgenommen haben, was moderne Turbolader deutlich widerstandsfähiger und somit langlebiger macht.