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Tönungsfolien

Was ist bei einer Tönungsfolie erlaubt?

Generell gilt bei Tönungsfolien, dass diese die Sicht des Fahrers nicht einschränken dürfen. So ist lediglich die Montage einer Tönungsfolie ab der B-Säule nach hinten erlaubt, was die Heckscheibe sowie die hinteren Seitenscheiben umfasst. In diesem Bereich gibt es keine Regelung, es dürfen also sogar Tönungsfolien mit null Prozent Lichtdurchlässigkeit verbaut werden. Jedoch muss das Auto laut ABE, die die Folie besitzen sollte, über einen zweiten Außenspiegel verfügen, was im Normalfall gegeben ist. In der ABG, also der allgemeinen Bauartgenehmigung für Fahrzeugteile, ist vermerkt, ob die Montage der Folie am eigenen Auto erlaubt ist. Wenn diese Nummer übereinstimmt, muss diese von außen sichtbar angebracht werden. Die ABG-Nummer ist in der Regel am Rand der Folie eingeprägt.

Bei der Frontscheibe sowie den vorderen Seitenscheiben gilt, dass die Lichtdurchlässigkeit mindestens 70 Prozent betragen muss, was meist ab Werk bereits durch das Wärmeschutzglas mit leicht grüner Färbung erfüllt wird. Laut §40 Abs. 1 der StVZO müssen Scheiben „[…] klar, lichtdurchlässig und verzerrungsfrei sein.“ Daher kann es selbst bei transparenten Sicherheitsfolien sein, dass die Vorgaben bezüglich der Lichtdurchlässigkeit nicht mehr erfüllt werden. Weiterhin könnten eventuell auftretende Blasen die Sicht des Fahrers beeinflussen. Aus diesem Grund ist von einer Folie auf der Frontscheibe abzuraten. An den Seitenscheiben ist dies als Schutz bei einem Splittern der Scheibe zwar erlaubt, doch selbst wenn die Vorgaben weiterhin erfüllt werden, wird eine aufwendige und teure Untersuchung durch den TÜV erforderlich. Ein Streifen am oberen Rand der Frontscheibe als Blendschutz ist erlaubt, sofern dieser nicht mehr als ein Viertel der gesamten Scheibe ausmacht und das Sichtfeld des Fahrers nicht einschränkt. Bei manchen Automodellen ist dieser Blendstreifen bereits ab Werk vorhanden.