TEILESUCHE.NET Blog
Mann und Frau diskutieren über Autounfall und Beteiligung© Depositphotos.com/CandyBoxImages

Do’s and Don’ts im Straßenverkehr – Das dürfen Sie wirklich!

Für einen sicheren und angenehmen Verkehr wurden zahlreiche wichtige Regeln und Gesetze aufgestellt, an die sich jeder Verkehrsteilnehmer halten muss. Wie auch bei vielen anderen Dingen im Leben nehmen einige diese Regeln ernster als andere. Nichtsdestotrotz treten immer wieder neue Situationen auf, bei denen die Gesetze zwar eingehalten werden, das Verhalten allerdings alles andere als richtig ist. Durch das falsche Handeln können sehr hohe Schäden verursacht werden, die sich nicht nur auf Materielles begrenzen. In vielen Fällen führen falsche Gerüchte oder gängige Verhaltensweisen zu einem Verstoß der allgemeinen Verkehrsordnung. Im folgenden Artikel werden die häufigsten Fehler und No-Gos aufgedeckt und mit einer passenden Lösung ergänzt.

Wann darf die Lichthupe benutzt werden?

Die Lichthupe dient im allgemeinen Straßenverkehr als sehr essenzielles Warnsignal, welches aufgrund der starken Blendung jedoch nur bewusst und in Maßen eingesetzt werden darf. Der Einsatz der Lichthupe wird im Grunde nur für das Signalisieren von Gefahren toleriert. Darüber hinaus darf die Lichthupe als Ankündigungssignal für einen Überholvorgang genutzt werden. Die Verwendung der Lichthupe darf unter keinen Umständen einen anderen Verkehrsteilnehmer blenden. Häufig werden im alltäglichen Gebrauch die Lichthupen zusätzlich für andere Zwecke verwendet.

Ein typisches Beispiel: Ein Fahrer vergisst, bei schlechten Witterungsverhältnissen die Scheinwerfer einzuschalten. Ein anderer Verkehrsteilnehmer signalisiert beim Vorbeifahren mittels Lichthupe das vergessene Leuchtelement. Darüber hinaus werden Lichthupen zum Beispiel dafür verwendet, entgegenkommende Autofahrer, die einem bekannt sind, zu grüßen, was allerdings verboten ist. Häufig wird die Lichthupe auf der Autobahn von Dränglern verwendet, um das voranfahrende Auto zum Wechsel auf die rechte Spur zu bewegen. Das falsche Einsetzen der Lichthupe gilt als Nötigung und kann zu einer Geldstrafe führen.

Darf das Handy während der Fahrt genutzt werden?

Grundsätzlich ist die Nutzung eines mobilen Telefons während der Fahrt ausnahmslos verboten. Das Telefonieren während der Fahrt kann mit einem Punkt in Flensburg und einem Bußgeld von 60 Euro bestraft werden. Das Handyverbot beinhaltet auch ein einfaches Halten des Telefons während der Fahrt. Nicht nur das Schreiben von Nachrichten, sondern auch die Nutzung eines Navigationsgerätes mittels Smartphone wird strengstens verboten. Durch die Verwendung einer geeigneten Handyhalterung oder der Nutzung einer Freisprechanlage kann die Verwendung eines Navigationsgerätes und das Telefonieren ermöglicht werden. Aufgrund der äußerst hohen Gefahr sollte jede Art von Ablenkung möglichst vermieden werden.

Wann darf man rechts überholen?

Ein Überholvorgang von rechts wird nur in bestimmten Situationen erlaubt. Laut Definition wird das Einholen und Passieren eines anderen Fahrzeugs schon als Überholen bezeichnet. Es muss nicht zwingend das Ein- und Ausscheren während eines Überholvorgangs auftreten. Einige Beispiele, bei denen das Überholen von rechts erlaubt ist:

  • Bei Fahrzeugen, die sich vorschriftsgemäß links zum Abbiegen eingeordnet haben, dürfen rechts überholt werden.
  • Bei gleichgerichteten Fahrsteifen in einer geschlossenen Ortschaft darf von rechts überholt werden. Dies gilt allerdings nur für PKW mit einem Maximalgewicht von 3,5 Tonnen.
  • Straßenbahnen müssen in der Regel von rechts überholt werden. Ausnahmen gelten bei Einbahnstraßen oder bei einem Schienenverlauf auf der rechten Seite.
  • Auf Autobahnen kann bei einer mehrspurigen Schlangenbildung auf dem rechten Fahrstreifen schneller gefahren werden. Dieser Überholvorgang darf nur unter folgenden Bedingungen durchgeführt werden: Auf der linken Spur dürfen die Fahrzeuge eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h haben. Beim Überholen darf nicht schneller als 80 km/h gefahren werden.
  • Bei einem Beschleunigungsstreifen darf eine höhere Geschwindigkeit gefahren werden. Hier hat allerdings die richtige Einordnung eine deutlich höhere Priorität.

Wie verhält man sich beim Vorbeifahren einer Unfallstelle?

Beim Vorbeifahren einer Unfallstelle darf unter keinen Umständen der Verkehr unnötig behindert werden. Rettungsfahrzeuge und Polizisten müssen jederzeit problemlos zur Unfallstelle gelangen können. Das Nichteinhalten dieser Vorgaben kann nicht nur zu einem Bußgeld führen, sondern auch Menschenleben gefährden. Häufig neigen viele Menschen dazu, langsam am Unfallort vorbeizufahren, was in erster Linie auf die Neugier zurückzuführen ist. Sollten sich eindeutig schon mehrere Leute am Unfallort befinden, wird im Normalfall keine weitere Hilfe mehr benötigt.

Sollte sich die Unfallstelle auf der eigenen Fahrbahn befinden, so muss dem Gegenverkehr der Vorrang gewährt werden. Das Ignorieren dieser Regelung kann zu einem Bußgeld von 20 Euro führen. Beim Vorbeifahren wird der Einsatz des Fahrtrichtungsanzeigers bzw. des Blinkers vorgeschrieben. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in diesem Beitrag: Rettungsgasse bilden – Oftmals immer noch ein Problem!

Wann gilt man als Raser?

Der Begriff „Rasen“ wird von jedem sehr individuell gewertet. Für manche gelten Personen als Raser, die nur wenige km/h überschreiten. Andere betiteln jemanden erst als Raser, sobald diese Person mehr als 30 km/h zu schnell fährt. Im Allgemeinen kann man jeden Fahrer mit einer viel zu hohen Geschwindigkeit als Raser bezeichnen. Besonders oft wird der Begriff im Zusammenhang mit einer gefährlich hohen Geschwindigkeitsüberschreitung verbunden. Das Nichteinhalten der Geschwindigkeitsbegrenzungen ist nicht nur gefährlich, sondern kann auch zu einem sehr hohen Bußgeld und Fahrverbot führen.

Fazit

Beim alltäglichen Verhalten Verhaltensweisen werden Gesetze und Regelungen häufig ignoriert, was häufig einfach auf Bequemlichkeit oder einen falschen Kenntnisstand zurückzuführen ist. Dieser Fakt ist gerade im Zeitalter des Internets schwer nachvollziehbar, stellt doch die Beschaffung von Informationen keine große Hürde mehr dar. Damit viele No-Go’s und Don’ts vermieden werden können, empfiehlt sich eine regelmäßige Recherche über die einzelnen Gesetzeslagen und entsprechende Neuerungen. Sollte man in einigen Fällen unsicher sein, können durch einen aufmerksamen und rücksichtsvollen Fahrstil viele Gefahren vermieden werden.

1 Kommentar