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Verglasung & Scheibenwischer

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Scheibenwischermotoren
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Waschwasserpumpen
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Windschutzscheiben
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Wischerarme
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Wischergestänge
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Wischwasserbehälter
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Scheibenwischer sind ein unersetzlicher Bestandteil eines Autos mit dem Ziel der Verkehrssicherheit. Natürlich sorgen sie gleichzeitig für eine angenehme und weniger anstrengende Fahrt an niederschlagsreichen Tagen. Nicht zu vergessen, die sinnvolle Option, Nebelbeschlag eliminieren zu können oder Dank Wischwasser und Waschwasserpumpe störende Insekten oder Schmutz- und Pollenbelag bei Bedarf vom Fahrerraum aus während der Fahrt loswerden zu können.

Das Scheibenwischersystem besteht aus vier Grundkomponenten: den zwei Wischern für die Frontscheibe (Scheibenwischer an der Heckscheibe sind keine Pflicht), dem Scheibenwischermotor, dem Scheibenwischerhebel und den Scheibenwischblättern. Dabei können die Scheibenwischblätter einzeln getauscht werden. Allerdings schneiden extrem günstige Produkte zum selber Zuschneiden hier oft nicht gut ab. Sie werden schneller porös und sind somit nicht sehr langlebig.

Grundsätzlich sollte man mindestens zweimal im Jahr kontrollieren, ob sie noch ihren Zweck erfüllen. Das Scheibenwischwasser gehört ebenso immer aufgefüllt. Dabei ist auch darauf zu achten, dass die Drüsen, aus denen das Wischwasser spritzt, nicht verstopft sind. Im Winter muss diese Flüssigkeit mit Frostschutz vor dem Einfrieren geschützt werden. Scheibenwischer halten zwischen ein und vier Jahren. Die Lebensdauer ist produkt- und herstellerabhängig, sowie von der Belastung durch Umweltfaktoren und Alter.
Benutzt man Wasser ohne Zusatz in Temperaturen unter 4°C, kann dieses auf der Scheibe gefrieren und so die freie Sicht und damit die Fahrsicherheit stark beeinträchtigen.

Front- und Heckscheibenwischer sind UV-Licht, Regen, Trockenheit, Frost und Sand sowie Staub quasi dauerhaft ausgesetzt. Darum werden sie aus einem Gummigemisch hergestellt, welches die Fläche mit dem Scheibenkontakt weich und das innere etwas härter gestaltet. Weiches Gummi enthält einen höheren Feuchtigkeitsanteil und wird so weniger schnell porös und rissig!

1. Wenn der Scheibenwischer rappelt

Sollte der Scheibenwischer vorne oder hinten Geräusche beim Scheibenkontakt mit nasser Scheibe machen, so muss die Ursache gefunden werden. Denn sobald das Wischerblatt nicht mehr im richtigen Winkel über das Glas gleitet, entstehen Schlieren und vielleicht sogar Kratzer. Diese können auf Dauer sogar die Frontscheibe instabiler werden lassen. Oft lassen sich die kleinen Korrekturen selber schnell durchführen.

Doch Achtung! Wer einen neueren Wagen fährt, verfügt zumeist über automatische Scheiben- und Scheibenwischersensoren. Hier darf auf keinen Fall einfach selber Hand angelegt werden, außer das Handbuch empfiehlt gegenteiliges. Die empfindliche Computertechnik könnte beschädigt werden.

2. Was ist neu?

Früher verfügten die Autos über Gelenkscheibenwischer. Sie gleiten in einem Bogen über das Glas, dabei sorgt ein Gelenk für den richtigen Radius. Heute haben die Flachblattscheibenwischer sie fast verdrängt. Sie sind kürzer und Dank fehlendem Gelenk weniger anfällig für Defekte. Auf direktem Weg sind sie effizienter und kraftvoller in der Reinigung, mehr Druck kann auf die Scheibe übertragen werden. Es ist übrigens kein Problem, seinen alten Wagen mit neuen Scheibenwischern auszustatten. Beim Kauf ist unbedingt darauf achten, dass das Fabrikat und der Hersteller zum Fahrzeugmodell passen. Billigprodukte haben hier meist hohe Qualitätseinbußen.

Heckscheibenwischer verhalten sich analog. Wer ein relativ altes Auto fährt, der sollte seinem Heckscheibenwischer besondere Aufmerksamkeit schenken., denn rund um die Befestigung des Wischerarms befindet sich oftmals eine beliebte Roststelle. Der Rostfraß kann aufgehalten werden, indem der Wischer entfernt wird, der Rost abgeschliffen, das Loch mit einer Abdeckung dichtgemacht und der Rest mit Grundierung bearbeitet wird.

Neu, zwar nicht von gestern, aber von vorgestern, ist der Scheibenwischerservice für die Lichter. Es gibt Autos mit kleinen Wischern für die Außenbeleuchtung -
allerdings nicht zu verwechseln mit der Scheinwerferreinigungsanlage, bei der die Scheinwerfer nur mit Wischwasser abgespritzt werden. Für Geländewagen und Fahrzeuge, die sehr viel in Schnee oder matschigen Gegenden unterwegs sind, sind die speziellen Wischer zwar durchaus sinnvoll - Dreck wird entfernt und so kann der Scheinwerfer auch in dunkelster Nacht noch vollste Leistung bringen. In der Stadt und in den meisten anderen Situationen ist das allerdings eher weniger vonnöten. Nice to have - but not neccessary.

Es sind nicht alle Arten und Formen von Scheibenwischern erlaubt - doch die im Handel erhältlichen, standesgemäßen Wischer verfügen alle über eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE).

3. Wer hat den Scheibenwischer erfunden?

Mary Anderson - Eine Dame aus dem amerikanischen Alabama erfand den Scheibenwischer auf dem Weg nach New York. Zumindest bekam sie hier die Idee für ein Bauteil, welches für klare Sicht sorgen sollte. 1903 meldete sie ihr erstes Patent in den USA an. Damals allerdings wurde der Scheibenwischer noch manuell an und abgesteckt sowie bewegt. Erst 1917 wurde das Patent - von einer Dame Charlotte Bridgewood - für einen elektrisch betriebenen Scheibenwischer angemeldet.

Seit 1916 wurden einfache, mit der Hand zu führende Scheibenwischer bereits fast als Standard verbaut. Das galt auch für Europa. Während der Kriege gab es ebenfalls Scheibenwischer, die teils mechanisch, teils elektronisch geführt werden konnten. Doch keine der Techniken markierte einen nennenswerten Meilenstein.
1953 passierte dann ein weiterer großer Schritt in der Entwicklungsgeschichte des Scheibenwischers. Der intermittierende Scheibenwischer wurde von Robert Kearns, einem Herrn aus Detroit, dem Zentrum des Manufacturing Belts der USA ab 1960 weltweit verbaut. Und das bis in die 90er Jahre hinein.

Das Besondere an dem intermittierenden Scheibenwischer ist, dass Pausen eingestellt werden können. Der Takt, indem sich der Wischer über die Verglasung bewegt, ist nun bestimmbar. Es kann zwischen verschiedenen Stufen eine passende, für jede Wettersituation eingestellt werden.

Scheibenwischer werden nicht nur im Automobilbereich eingesetzt, sondern kommen bei allen Verkehrsmitteln mit Verglasung zum Einsatz.

4. Einige Fakten zum Schluss

- Scheibenwischer erhöhen den Spritverbrauch. Beim Ermitteln vom Durchschnittsverbrauch eines KFZ wird das allerdings nicht berücksichtigt.

- Wer mit einer leeren Batterie kämpft, sollte den Scheibenwischer beim Startvorgang ausschalten. Dieser ist ein Endverbraucher und zieht die Batterie ebenso leer wie Radio oder Scheinwerfer.

- Scheibenwischer sind TÜV-relevant: Also unbedingt prüfen, bevor es zur Untersuchung geht. Das kann Geld sparen.

- Beim Kauf der Scheibenwischer sollte man stets auf das zur Fahrzeugmarke passende Modell achten. Hier gibt es einige Unterschiede in Größe, Form und Montage. Hinweise zum richtigen Wischer findet man standesgemäß im Benutzerhandbuch des jeweiligen Fahrzeuges.

- Bei Schnee und Frost sollte man darauf achten, die Scheibenwischer nur spärlich einzusetzen. In keinem Fall sollten diese aber als Eiskratzer verwendet werden, da das Gummi sonst reißen kann und ein schnellerer Austausch bzw. Verschleiß möglich sein kann.