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Kfz-Notfallausrüstung

Abschleppstangen
Abschleppstangen
Benzinkanister
Benzinkanister
Feuerlöscher
Feuerlöscher
Reifenreparatursets
Reifenreparatursets
Reservereifen
Reservereifen
Starthilfekabel
Starthilfekabel
Verbandskästen
Verbandskästen
Warndreiecke
Warndreiecke
Warnleuchten
Warnleuchten
Bei der KFZ Notfallausrüstung handelt es sich um gesetzlich festgelegte Gegenstände, die man als Autofahrer/Autofahrerin ständig mit im Wagen (KFZ) führen muss. Diese Utensilien sind vor allem dazu da, um eine Unfallstelle zu sichern oder aber auch zum Leisten der Ersten Hilfe. Seit dem Jahr 2013 existiert eine gesetzliche Pflicht für Autofahrer zum Mitführen eines Erste-Hilfe-Päckchens bzw. Verbandskasten, einer Warnweste und eines Warndreiecks. Fehlen diese Dinge im Fahrzeug, können entweder Bußgelder ausgesprochen werden, fällt das Fehlen der genannten Gegenstände bei einer TÜV Kontrolle auf, bekommt man keine Fahrerlaubnis für das betroffene Fahrzeug. Da es auch gesetzlich vorgeschrieben ist, Hilfe zu leisten - also zum Beispiel, wenn man einen Autounfall bemerkt oder sieht - ist es nur logisch, dass man diverse Komponenten im Auto mitführen muss, um vorbereitet zu sein.

Etliche Ratgeber oder auch "offizielle" Stellen wie der ADAC raten jedoch, noch andere Gegenstände griffbereit im Auto liegen zu haben, die über die vorgeschriebenen Gegenstände hinausgehen. So wird empfohlen, ein Reserverad mitzuführen, sowie das dazugehörige Werkzeug, also Wagenheber, ein Werkzeugkasten und einen Radmutterschlüssel. Ebenso wichtig, gerade wenn nachts etwas passieren sollte: Eine aufgeladene Taschenlampe und Reservebatterien, ein Starthilfekabel, ein Abschleppseil, je nach Platz im Auto ein kleiner Feuerlöscher und eine Wolldecke ist ebenfalls nicht verkehrt, falls man selbst eine Panne hat oder sich um einen Verletzten kümmern muss.

1. Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste

Diese drei Utensilien sind in jedem Falle Pflicht und gehören in jedes Fahrzeug. Beim Erste-Hilfe-Kasten sollte man darauf achten, dass dieser der DIN-Norm 13164 entspricht. Den Verbandskasten kann man für wenige Euro in gängigen Supermärkten, beispielsweise Real oder Kaufland, aber auch in Baumärkten etc. erwerben. Man sollte ab und zu die Haltbarkeit des Inhalts überprüfen, in der Regel sollte man alle fünf Jahre einen neuen Verbandskasten anschaffen. Im Verbandskasten befinden sich im Normalfall: Kompressen, Heftpflaster, Einmalhandschuhe und Wundschnellverbände, sowie eine Rettungsdecke. Im Laufe der Jahre wurde der Inhalt des Notfallkastens immer wieder geändert oder angepasst.

Auch das Warndreieck, dass mitzuführen ist, kann in Super- oder Baumärkten gekauft werden. Wichtig ist, dass man es im Falle eines Unfalls schnell erreicht, also schnell griffbereit hat. Im Falle eines Unfalls muss man die Unfallstelle sofort sichern, damit andere Verkehrsteilnehmer gewarnt werden. Wichtig ist hier, dass man die Abstände beachten muss, in denen das Warndreieck aufgestellt werden muss: auf der Autobahn sollte es in 200 Metern Entfernung zum Unfallort aufgestellt werden, auf Landstraßen 100 Meter, hat sich der Unfall in einer geschlossenen Ortschaft ereignet, stellt man das Dreieck 50 Meter vom Unfall entfernt auf.

Auch die oben erwähnte Warnweste ist selbstverständlich im Fahrzeug mitzuführen. Seit dem 1. Juli 2014 ist die Regelung nun auch in Deutschland Pflicht, in den Nachbarländern, wie Österreich ist dies schon länger der Fall. Bei der Warnweste kann zwischen den Farben rot, gelb oder orange gewählt werden. Die Weste muss innen das Kontrollzeichen EN 471 aufweisen. Um im Notfall schnell an die Weste zu gelangen, wird allgemein empfohlen, diese im Fahrerraum aufzubewahren, zum Beispiel im Seitenfach der Fahrertüre. Sind mehrere Personen im Fahrzeug unterwegs (zum Beispiel Familienmitglieder auf dem Weg in den Urlaub) sollte man auch dementsprechend viele Warnwesten mitführen. Es gibt im Handel auch genormte Warnwesten für Kinder, auch im europäischen Ausland sind diese Pflicht.

2. Notfallausrüstung im gesetzlichen und geschichtlichen Kontext

Die Pflicht zum Mitführen von Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten, hat ihren Ursprung in der Geschichte der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Sie fällt also somit unter den Bereich des Verkehrsrechts. Die allererste Fassung der StVZO wurde bereits am 13. November 1937 ausgearbeitet und trat im Januar 1938 in Kraft. Da sich die Kraftfahrzeuge immer weiterentwickelten, mussten natürlich auch neue Sicherheitskonzepte, sowohl innerhalb des Autos (Airbags, Knautschzone etc.) als auch in der Verkehrssicherheit selbst entwickelt werden. Ob ein Fahrzeug verkehrstüchtig ist, also auch die gesetzlich vorgeschriebenen Utensilien wie Verbandskasten etc. enthält, wird vom TÜV (Technischer Überwachungsverein) überprüft. Dieses sind eingetragene Vereine und führen Sicherheitskontrollen als technische Prüfungsorganisation durch. In der Hauptuntersuchung (HU oder auch TÜV genannt) wird dann die Eignung und Straßentauglichkeit des Fahrzeugs überprüft.

Der TÜV besteht, in abgewandelter Form, bereits seit 1866, die Vereine nannten sich damals allerdings noch Dampfkessel-Revisions-Vereine. Jedoch wurde eine flächendeckende Untersuchung der Fahrzeuge seitens des TÜVs erst 1951 festgelegt, da auch die Motorisierung erst zu diesem Zeitpunkt immer mehr an Fahrt aufnahm. Im Januar des Jahres 1966 trat die Regelung in Kraft, die es nun Fahrzeughaltern zur Pflicht machte, einen Verbandskasten im Auto mitzuführen. Bis heute sind allerdings Motorräder von dieser Pflicht ausgenommen. Um die Autofahrer auf diese (und andere) Gefahren und Pflichten im Verkehr hinzuweisen, wurde ab 1966 die Fernsehsendung "Der 7. Sinn" ausgestrahlt. Sie wurde bis 2005 ausgestrahlt und sollte, gerade Erwachsene, in Hinblick auf Verkehrssicherheit "erziehen" und Informationen vermitteln. Themen waren unter anderem "Glätte" "Alkohol am Steuer" oder "Frauen im Straßenverkehr".

3. Generelle Tipps und Wissenswertes

Zunächst sollte man, wenn es sich um das eigene Auto handelt, stets kontrollieren, ob alle vorgeschriebenen Utensilien wirklich im Fahrzeug sind. Kaputte oder abgelaufene Dinge wie Verbandskasten sollte man austauschen und ggf. entfernen oder entsorgen. Warnweste und Verbandskasten sollten nach Möglichkeit vorne im Fahrerraum deponiert werden, die Warnweste kann beispielsweise im Handschuhfach oder in der Seitentüre verstaut werden. Den Verbandskasten kann man etwa im Bereich der Rückbank lagern oder im Fußraum (natürlich nicht auf der Fahrerseite) positionieren. Sollen größere Gegenstände wie ein Ersatzrad mitgeführt werden, gehört dieses natürlich in den Kofferraum und nicht etwa auf die Rückbank.

Auch Werkzeug sollte nicht lose im Kofferraum oder Fahrraum herumliegen, da dies natürlich auch für Gefahren sorgen kann und man die Übersicht verliert. Werkzeug sollte lieber in einen Werkzeugkoffer gepackt werden, der dann, an einer möglichst festen Stelle, im Kofferraum drapiert ist. Für den Fall, dass man ein fremdes Fahrzeug fährt, sollte man sich zu Beginn der Fahrt beim Fahrzeughalter erkundigen, wo genau Warnwesten, Verbandskasten etc. zu finden sind. Im Bereich der Warnwesten sollte man gerade im Ausland darauf achten, diese im Falle eines Unfalls noch im Auto anzulegen, dies dient nicht nur der eigenen Sicherheit, die Gesetze im Ausland sind in Bezug auf Warnwesten noch strenger als in Deutschland.

Gerade in der heutigen Zeit ist es ebenso sinnvoll, ein Handy mitzuführen um im Falle eines Unfalls schnell einen Notruf absetzen zu können. Selbstverständlich sollte während der Fahrt nicht telefoniert werden, auch das Versenden von Textmitteilungen ist tabu.
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