Das Portal für Ersatzteile
Teilesuche.net Badge

Filter & Öl

Additive
Additive
Hydraulikfilter
Hydraulikfilter
Innenraumfilter
Innenraumfilter
Kraftstofffilter
Kraftstofffilter
Luftfilter
Luftfilter
Motoröle
Motoröle
Ölfilter
Ölfilter
Partikelfilter
Partikelfilter
Der Motor ist das Herz eines jeden Autos. Daher ist es wichtig, dass der Motor immer gut mit Schmierstoffen versorgt wird. Auch diverse Filtersysteme sind für eine ordnungsgemäße Funktion des Fahrzeuges unabdingbar. Wie die verschiedenen Vorgänge ablaufen und was einige Bauteile bewirken, wird im Folgenden beschrieben.

Für den Verbrennungsmotor ist es besonders wichtig, dass er mit gutem Motoröl versorgt wird. Nur so kann ein ruhiger, leichter Lauf des Automotors gewährleistet werden. Dabei sorgt das Öl nicht nur für ein reibungsloses Zusammenspiel aller beweglichen Motorteile, sondern hat zudem auch temperaturregulierende Eigenschaften. So senkt das Öl unter anderem die Temperatur von Komponenten wie den Kolben, die von dem Kühlmittel des Fahrzeugs nicht erfasst werden können. Daher ist es besonders wichtig, dass der Ölstand regelmäßig kontrolliert wird. Auch Additive im Öl sind dazu da, um Verschleiß zu verhindern und für eine Langlebigkeit des Motors zu sorgen.

TIPP: Auch wenn es sich um einen Neuwagen handelt, empfiehlt der ADAC den Ölstand regelmäßig zu überprüfen.

1. Öl überprüfen und wechseln

Bei modernen Autos wird der Ölstand automatisch überwacht. Ist zu wenig Motoröl im Wagen, wird der Fahrer durch einen entsprechenden Hinweis auf dem Multifunktionsdisplay davon in Kenntnis gesetzt. Dennoch sollte der Stand noch zusätzlich in regelmäßigen Abständen manuell überprüft werden. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) hat diesbezüglich eine Faustformel entwickelt. Demnach sollte bei jedem zweiten Tankstopp oder nach 1000 Kilometern das Öl mittels Messstabs zusätzlich kontrolliert werden. In welchen Intervallen das Motoröl ausgetauscht werden sollte, richtet sich vor allem nach den Angaben des Automobilherstellers. Diese können dem Serviceheft des Autos entnommen werden.

Auch Motoröl kann auf Dauer verschleißen. Zudem können sich Verbrennungsrückstände wie Ruß und Schwefeloxide bilden, die das Aggregat verunreinigen. Wird der Schmierstoff nicht regelmäßig erneuert, kann dies schwerwiegende und teure Motorschäden verursachen.

Ist das Öl verschmutzt, ist in der Regel auch gleichzeitig der Ölfilter betroffen. Schließlich ist es die Aufgabe des Ölfilters Verschmutzungen des Motoröls aufzufangen bzw. zu filtern.

2. Welches Motoröl ist das richtige?

In der Betriebsanleitung des Autos ist vermerkt, welche Ölsorte der Motor benötigt. Diese Herstellerhinweise sollten auf jeden Fall beachtet werden, da sonst wichtige Garantieansprüche wegfallen könnten. Wer nicht mehr im Besitz der originalen Betriebsanleitung ist, sollte sich bei einer verifizierten Autowerkstatt nach der passenden Ölsorte informieren. Wer hier an der falschen Stelle spart, kann damit Schäden am Motor verursachen.

3. Einbereichsöl, Mehrbereichsöl und Leichtlauföle

Öl hat die Eigenschaft bei Wärme dünnflüssiger und bei Kälte dickflüssiger zu werden. Daher muss Einbereichsöl zumindest zu den jeweiligen Jahreszeiten (Herbst und Frühjahr) gewechselt werden, um den Umgebungstemperaturen gerecht zu werden. Bei den sogenannten Mehrbereichsölen ist das nicht notwendig, da diese für alle möglichen Umgebungstemperaturen geeignet sind. Somit ist Mehrbereichsöl unabhängig von den jeweiligen Außentemperaturen und behält konstant seine Schmiereigenschaften.

Leichtlauföle reduzieren aufgrund der besseren Fließeigenschaften nochmals die Reibung im Automotor. Laut Auskunft des ADAC soll Leichtlauföl den Benzinverbrauch des Fahrzeugs auf der Kurzstrecke um bis zu sechs Prozent senken.

4. Filter sorgen für Sauberkeit und weniger Verschmutzung

Hauptaufgabe des Ölfilters ist es, den Motor vor Verunreinigungen zu schützen. Zu den Dingen, die den Motor verschmutzen, gehören vor allem Metallabrieb, Staub, Rußpartikel und Verbrennungsrückstände.

Über die Ölpumpe wird das Motoröl zum Ölfilter transportiert. In dem Ölfilter befindet sich Filterpapier, das gefaltet ist, um so das Volumen des Filters zu erhöhen. Dadurch ist es möglich, dass der Ölfilter aufgrund der größeren Oberfläche wesentlich mehr Schmierstoffe absorbieren und somit auch mehr Schmutzpartikel auffangen kann. Dadurch wird gewährleistet, dass das Aggregat auch in schwierigen Situationen genügend Schmierung erhält.

Bei den herkömmlichen Ölfiltermodellen wird die gesamte Ölfilterwechselbox beziehungsweise Ölfilterpatrone ausgewechselt.

Heutige moderne Ölfilter sind da zum Teil wesentlich umweltfreundlicher. Bei den neueren Ölfiltern wird nur noch der verschmutzte Papier-Filtereinsatz inklusive der Dichtungen ausgetauscht. Hingegen verbleibt das eigentliche Filtergehäuse als festes Bestandteil im Motorblock und wird nicht gewechselt.

Beim Betrieb von LKW und anderen Nutzfahrzeugen kommt es, insbesondere durch Rußpartikel, im Vergleich zum normalen PKW zu wesentlich höheren Verschmutzungen des Motoröls. Um diese Verunreinigungen zu reduzieren, besitzen diese Fahrzeuge neben den herkömmlichen Ölfilteranlagen noch einen zusätzlichen Nebenstromfilter. Dieser reinigt in einem separaten Reinigungskreislauf das Motoröl. Durch diesen Reinigungs-und Filtervorgang können laut Aussage von Experten bis zu zehn Prozent mehr Schmutzpartikel abgefangen werden.

Autos mit Verbrennungsmotoren verfügen neben dem Ölfilter auch über einen Kraftstofffilter. Dieser hat die Aufgabe, das Benzin von Schmutzpartikeln zu befreien. Auch wenn die Qualität des Kraftstoffs zumindest in Westeuropa höchsten Standards entspricht, kann dennoch nicht verhindert werden, dass Schmutz oder Wasser in den Benzintank gelangen. Werden diese Schmutzpartikel nicht rechtzeitig aufgefangen, kann das zu einer Verstopfung der kleinen Löcher im Kraftstoffaufbereitungssystem führen. Ebenso kann Wasser Korrosionsschäden entstehen lassen, die im schlimmsten Fall sogar zu einem kompletten Motorausfall führen können.

Auch die Luft, die vom Motor angesaugt wird, enthält Schmutzpartikel, die aufgefangen werden müssen. Dabei hängt die Intensität der Verschmutzung unter anderem von der jeweiligen Jahreszeit, der Witterung, sowie Beschaffenheit der Fahrbahn ab.

Gelangt dieser Schmutz ungefiltert in den Motor, kann dies den Verschleißprozess wesentlich beschleunigen, denn der vom Motor aufgesaugte Dreck und Schmutz hat dieselbe Wirkung wie Schmirgelpapier. Daher gehört der Luftfilter zu den wirklich wichtigen Bestandteilen eines Fahrzeugs und sollte regelmäßig ausgetauscht werden.

5. Auch der Innenraum darf nicht vernachlässigt werden

Ein weiteres wichtiges Filtersystem ist der Innenfilter des Autos. Nicht nur der Motor hat mit Schmutz zu kämpfen. Auch in den Innenraum des Autos strömen große Mengen von Schmutzpartikel, Staub, Ruß, Stickstoff, Schwefeldioxide und Pollen. Wer der Auffassung ist, die Fahrzeuginsassen seien bereits durch das Auto genug vor Schmutz geschützt, irrt sich. Durch das Gebläse der Frischluftzufuhr bzw. der Klimaanlage strömt die verunreinigte Luft der Straßen in den Innenraum des Autos und verteilt sich dort. Messungen haben ergeben, dass die Werte der Verschmutzung im Innenraum teilweise deutlich über der Schadstoffkonzentration im Straßenverkehr liegen. Leider wird der Austausch des Innenfilters von den meisten Autobesitzern vernachlässigt, obwohl gerade der Innenfilter für die Gesundheit der Fahrzeuginsassen eine entscheidende Rolle spielt. Sollte dieser stark beschmutzt sein, muss er dringend ausgetauscht werden.

Insgesamt sorgen Filtersysteme und diverse Schmierstoffe im Auto also dafür, dass eine höchstmögliche Sauberkeit und ein - wortwörtlicher - reibungsloser Arbeitsvorgang aller Komponenten während dem Betrieb gewährleistet wird. Die Komponenten werden vor Verschleiß geschützt und halten deutlich länger, wenn diese Bauteile regelmäßig gewartet und überprüft werden.
4,3 / 5 aus 3 Stimmen