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Felgen & Reifen

Alufelgen
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Felgenschlösser
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Radkappen
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Radschrauben
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Reifen
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Stahlfelgen
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Ventilkappen
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Zentrierringe
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Die Räder von einem Auto, Lastwagen oder auch Motorrad, stellen die einzige Kontaktfläche da, die ein Fahrzeug mit der Fahrbahn hat. Diese dienen sowohl der Kraftübertragung des Motors auf die Straße, als auch für die Lenkung des Vehikels bei jedem Wetter. Somit stellt die Bereifung von einem Gefährt ein wichtiges Thema da, das im folgenden Text genauer erläutert wird.

Bereits seit der Steinzeit gibt es entsprechende Räder aus Holz oder Metall, die beispielsweise bei Kutschen und Zugwagen zum Einsatz kamen. Die Varianten der Räder, wie sie heute bei den Fahrzeugen zum Einsatz kommen, gibt es hingegen vergleichsweise kurz. Für die Entwicklung dieser Produkte wurden dabei in relativ kurzer Reihenfolge verschiedene Möglichkeiten erfunden, die die Herstellung der ersten Gummireifen ermöglichten. Besonders wichtig hierbei war die Erfindung des Vulkanisierens von Gummi durch den Amerikaner Charles Goodyear im Jahr 1844.

Ein Jahr später meldete der Schotte Thomson die ersten vulkanisierten Gummireifen für Fahrräder als Patent an. Dieser Vollgummireifen wurde dabei aber nur selten genutzt. Erst 1888 wurde dann ein Fahrradluftreifen und 1891 ein Luftreifen mit Schlauch entwickelt. Die besseren Fahreigenschaften dieser Modelle führten zum wirtschaftlichen Durchbruch der Räder. 1903 wurden von Friedrich Veith, dann zum ersten Mal Reifen und Felgen in Normgröße Angeboten, die auch beim Automobil zum Einsatz kamen. 1904 entwickelte die Firma Continental dann als erste Firma einen Autoreifen mit Profil.

In der heutigen Zeit hat sich die Herstellung der Reifen kaum verändert - auch wenn natürlich moderne Methoden und verbesserte Materialien zum Einsatz kommen. Als Beispiel werden die Reifen nicht mehr nur aus Gummi hergestellt, sondern auch andere elastische Materialien kommen zum Einsatz. Somit sollen beispielsweise die Fahreigenschaften der Räder bei schlechtem Wetter verbessert werden.

1. Herstellung der Reifen und Felgen

Für die Herstellung der Reifen wird das gewünschte Material erhitzt und dann flüssig in Form gegossen. Um dem Reifen dabei eine möglichst hohe Stabilität zu verleihen, kommen Textilfäden und Stahldrähte zum Einsatz, um das Gummi zu stützen. Das Textilgewebe und Stahlgürtelgewebe wird dabei nach dem Guss des Reifens auf die Innenseite aufgetragen. Anschließend wird der sogenannte Wulstkern durch verdrillte Spezialstahldrähte verstärkt. Hierbei handelt es sich um die Verbindung von Reifen zu der Felge, die dafür sorgt, dass das Rad nicht von den Felgen rutscht. Im weiteren Verlauf wird der Reifen dann mit einem stabilen Luftschlauch versehen und auf die Felge gezogen. Je nachdem um welche Art von Felge es sich hierbei handelt, wird diese entweder aus Metall gegossen oder entsprechend durch Lasertechnik ausgeschnitten.

2. Optische Unterschiede

Die Reifen bieten an sich keine großen optischen Unterschiede. Der Grund hierfür ist, dass der Aufbau dieser Produkte aus sicherheitstechnischen Gründen immer recht gleichbleiben muss. Es kann aber benannt werden, dass sich die Räder in den Abmessungen differenzieren können. Die Auswahl bei Autoreifen reicht hierbei standesgemäß von einem Durchmesser ab 13 bis zu 22 Zoll. Selbstverständlich können auch noch größere Sonderanfertigungen genutzt werden, die vor allem beim Tuning zum Einsatz kommen. Ebenso kann sich aber auch das Profil der Reifen unterscheiden, je nachdem ob diese auf der Straße oder im Gelände zum Einsatz kommen.

Hinsichtlich der Felgen gibt es hingegen sehr große Unterschiede bei den ganzen Modellen. Hierbei zu benennen ist zuerst einmal die Materialwahl, wobei heutzutage vor allem Metall- oder Aluminiumfelgen genutzt werden. Diese verfügen über eine unterschiedliche Anzahl an Speichen oder eine differenzierte Größe der Felgennabe. Hinzu kommt noch, dass diese Produkte je nach den Wünschen der Kunden über eine unterschiedliche Farbgestaltung verfügen können. Für diesen Vorgang werden die Modelle entweder lackiert oder auch pulverbeschichtet.

3. Die richtige Pflege

Damit die Räder an einem Auto möglichst lange eine hochwertige Optik aufweisen, ist auf die richtige Pflege zu achten. Vor allem in den Wintermonaten sind die Felgen und Reifen starken Belastungen ausgesetzt, beispielsweise durch das Streusalz auf den Straßen. In diesem Fall sollten die Räder zuerst einmal regelmäßig gereinigt werden. Hierfür bieten sich spezielle Reinigungsmittel an, die dann mit klarem Wasser abgespült werden müssen. Anschließend sollten die Räder dann mit Pflegeprodukten, wie Felgenwachs (Rimwax) oder Gummipflege behandelt werden. Diese Produkte können entweder per Hand oder auch mit einer entsprechenden Poliermaschine aufgetragen werden. Wichtig hierbei ist nur, bei dem Auftragen ein weiches Tuch oder einen Pinsel zu verwenden, um die Felgen nicht zu verkratzen.

Weiterhin gehört zu der Pflege, dass die Reifen nach dem Sommer- beziehungsweise Winterwechsel, immer korrekt verstaut werden. Hierfür bietet sich entsprechend ein trockener und lichtgeschützter Ort an (Garage oder Keller). Zudem sollten die Räder jeweils einzeln in eine entsprechende Schutzhülle gepackt werden, um eine Verschmutzung zu verhindern.

4. Regelmäßige Wartung

Selbst wenn die Räder immer optimal gepflegt werden, verschleißen diese früher oder später. Damit es hierbei nicht zu einer Gefährdung im Straßenverkehr kommt, sollten die Räder entsprechend regelmäßig gewartet werden. Hierzu gehört unter anderem die Tiefe des Profils. Für die Vermessung des Profils gibt es spezielle Werkzeuge, die jeder Autofahrer einfach am Schlüsselbund tragen kann. Sollte der Reifen entsprechend zu sehr abgefahren sein, muss dieser ausgewechselt werden.

Ebenso wichtig ist es natürlich, immer auf den korrekten Reifendruck zu achten. Über das Handbuch des Wagens kann dabei leicht ermittelt werden, welcher Druck bei welcher Zuladung, beziehungsweise bei welchem Wetter zu empfehlen ist. Abschließend ist noch zu beachten, dass natürlich darauf geachtet werden muss, dass die Radmuttern immer ordnungsgemäß angezogen sind und es keine Roststellen gibt, die die Stabilität/Haltbarkeit der Felgen beeinträchtigen könnten.

5. Der Reifenwechsel und was dabei zu beachten ist

Wenn keine Allwetterreifen genutzt werden, müssen die Räder von den meisten Fahrzeugen einmal zum Sommer und Winter gewechselt werden. Auf diese Weise wird garantiert, dass bei jedem Wetter die besten Fahreigenschaften von dem Fortbewegungsmittel erwartet werden können. Bei diesem Vorgang müssen einige Aspekte beachtet werden, wenn der Reifenwechsel entsprechend nicht von einer Werkstatt durchgeführt wird. Hierbei ist zuerst einmal zu berücksichtigen, dass die Radmuttern nicht zu fest angeschraubt werden dürfen, da ansonsten die Gefahr besteht, das diese abbrechen. Je nach Modell sollte hierbei ein Drehmomentschlüssel verwendet werden, um die Kraft genau zu bestimmen, mit denen die Muttern angeschraubt werden. Die Schrauben sollten dabei auf jeden Fall nach einer Fahrstrecke von 50-100 Kilometern noch einmal nachgezogen werden, um ein erneutes Lockern zu verhindern. Weiterhin ist auf die Laufrichtung der Räder zu achten, um diese nicht auf der falschen Seite zu montieren. Diese ist im Normalfall anhand eines Richtungpfeils auf dem Reifen angegeben.

Mitunter kann es auch nötig sein, dass nur der Reifen gewechselt werden muss, ohne dass die Felge ersetzt werden soll. In diesem Fall ist es besonders wichtig, auf die Größe der Reifen zu achten. Je nach Abmessungen der Felgen kann hier entsprechend nur eine Art von Bereifung genutzt werden. Zudem kann das Aufziehen der Reifen auf die Felgen nur durch eine spezielle Maschine durchgeführt werden, die in entsprechenden Werkstätten zu finden ist.
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